Pressemitteilung - Vereinigte Wählergemeinschaften beklagen Polizeipräsenz im Südkreis

 

Vereinigte Wählergemeinschaften beklagen Polizeipräsenz im Südkreis

Die freien Wählergemeinschaften im Südkreis Kleve sind alarmiert.
Zahlreiche Berichte über Kriminalität waren der Presse in den letzten Wochen und Monaten zu
entnehmen. Den finalen Anstoß für eine nun folgende Anfrage an die Landrätin stellte eine
Silvesterparty in Wankum dar. Diese soll nach offiziellen Angaben in einem Hotel stattgefunden
haben (die Medien berichteten). Doch nach Ansicht der Einwohner handelt es sich bei diesem
Betrieb ganz und gar nicht nur um ein Hotel, die Vermutung, dass es sich um einen
bordellähnlichen Betrieb handeln könnte, machte die Runde.


Die Bürger sind verunsichert! Vor einiger Zeit ein riesiges Drogenlabor in Wachtendonk, auch hier
nach Angaben der Medien eines der größten, welches es in dieser Form je in der Bundesrepublik
gegeben haben soll. Aufgeflogen nur durch einen Brand.

Die Geldautomaten in Wachtendonk, Wankum, Walbeck, Rheurdt und Aldekerk-Stenden jeweils
gesprengt. Einen Ersatz für den Automaten in Wankum gibt es bis heute nicht. Es ist zu befürchten
das die Banken nach und nach die betroffenen Risiko-Geldautomaten abbauen oder gar nicht mehr
aufbauen und man sich fragt „Wann schauen die Täter mal wieder vorbei?“.
Diebstahl von 10.000 Gemüsekisten rund um Straelen, landwirtschaftlichen Maschinen in Kerken,
Einbruch in Gartenbaubetriebe mit Diebstahl aus Gewächshäusern, bis hin zum SchweineDiebstahl aus einem Stall in Geldern-Pont. Landwirte und der Gartenbau fragen sich „Müssen wir
uns nun selber auf die Lauer legen, um uns zu schützen?“.

Zahlreiche Berichte zu Einbrüchen in Wohnungen, Industrie- und Gewerbebetrieben, mehrere
gerade erst in der vergangenen Woche, und die immer wiederkehrende Bitte an die Politik seitens
der Einwohner, doch endlich für mehr Präsenz der Polizei in den Kommunen entlang der Autobahn
A40 zu sorgen. Da ist der bewaffnete Raubüberfall auf die Rossmann Filiale in Straelen nur ein
weiterer Punkt in der Statistik. Von allen Tatbeständen ist irgendwo, von irgendjemandem in der
Nachbarschaft etwas zu berichten.

Eine erstmalige Präventionsveranstaltung zur Einbruchprävention gab es im Südkreis 2020 auch
erst nachdem die Wankumer Wählergemeinschaft (WWG) eine entsprechende Anfrage an die
Kreispolizeibehörde stellte. Erfreulicherweise entsprach die Polizei diesem Wunsch sehr zeitnah
und die Veranstaltung wurde von der Bevölkerung sehr gut angenommen.

Die zentralen Fragen von WWG, Bürgervereinigung Kerken, Bürger in Geldern und WählerInitiative-Rheurdt an die Landrätin Silke Gorißen (CDU) lautet nun:

  • Wie kann das subjektive und objektive Sicherheitsempfinden der Einwohner gestärkt werden?
  • Reicht das Personal der Polizeiwache in Geldern wirklich aus?
  • Wie könnte ein passendes Konzept in Zukunft aussehen?
  • Welches Personal kann und soll das Konzept umsetzen?

Die Wählergemeinschaften empfehlen die Einbindung des Kreispolizeibeirates des Kreis Kleve
sowie die Schaffung eines „runden Tisches“, welcher sich mit diesen Fragestellungen und einer
Analyse des Ist-Zustandes zeitnah auseinandersetzen soll. Bestehend aus Kreis- und
Gemeindeverwaltung, Ordnungsämtern, Polizei, Politik und Bürgern.

Gemeinsam und zügig will man so für mehr Polizei und Sicherheit im Südkreis sorgen, so die
Forderung der unabhängigen Wählergemeinschaften. Die Anfrage wird die Gruppe der Vereinigten
Wählergemeinschaften im Kreistag einreichen. Erste gemeinsame Absprachen liefen bereits per
Videokonferenz unter den Beteiligten. Man ist sich einig, dass ein weiter so nicht in Frage kommt.

Presseartikel in der RP vom 12. Februar 2021

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